Haan: Panikmache gegen neue Flüchtlingsunterbringung nicht hinnehmbar

Seit mehreren Monaten ist der Stadt Haan bekannt, dass sie zukünftig dafür Sorge zu tragen hat, mehr Flüchtlinge eine menschenwürdige Unterbringung zu bieten. Seit einigen Wochen ist die Diskussion um neue Unterbringungsmöglichkeiten weiter entfacht. Aufgrund der vorhandenen Engpässe sollen neben einer zusätzlichen Errichtung eines zusätzlichen „Containers“, auch eine Erweiterung der Flüchtlingsunterbringung im Schulgebäude an der Bachstraße innerhalb kürzester Zeit erfolgen.

Gegen dieses Vorhaben findet zurzeit eine Panikmache statt, welche man weder so stehen lassen kann, noch hinnehmbar ist. Jene Menschen, welche in sogenannten Krisenregionen nicht nur gegen Hunger und Leid anzukämpfen haben, sondern auch um ihr Leben bangen müssen, flüchten, um anderswo Schutz zu erhalten und ein menschenwürdiges Leben führen zu können.

Moritz Schmitz, Pressesprecher des Antifaschistischen Bündnisses Kreis Mettmann, sagt dazu: „Dass man Flüchtlinge pauschal als Problem darstellt und durch haltlose Argumente öffentliche Hetze betrieben wird, sei nicht nachvollziehbar und muss stark kritisiert werden. Vielmehr sollte es Aufgabe, auch der örtlichen Politik, sein, dass man einer solche Panikmache keinen Nährboden gibt und dieser entschieden entgegenwirken sollte.
In Anlehnung eines Presseberichts, in dem der angrenzende Kita-Verein seinen Unmut über die zusätzlich geplante Unterbringung von Flüchtlingen äußerte, indem die räumliche Nähe der geplanten Räumlichkeiten für Flüchtlinge und dem Außenbereich der Kindertageseinrichtung kritisierte wurde und sich dabei auf einen Vorfall aus den 90er Jahren berufen wurde, rief großes Entsetzen beim Antifaschistischen Bündnis hervor, welches sich nicht nur gegen rechtes und rassistisches Gedankengut engagiert, sondern sich ebenfalls für Flüchtlinge einsetzt, so Schmitz weiter.

Die Stadt Haan müsse sich neben dem Ausbau der Kapazitäten für menschenwürdige Unterbringungsmöglichkeiten gleichwohl damit beschäftigen, welche Angebote sie den Flüchtlingen zur Verfügung stellen kann. Moritz Schmitz fügt an, dass sich Kinder selbstverständlich Geborgenheit wünschen und sich den Angeboten der Kita hingezogen fühlen. Das könne und dürfe man den Kindern nicht verwehren. Es sollte Aufgabe der Stadt, sowohl den Kindern, aber auch den Erwachsenen entsprechende Angebote zur Verfügung zu stellen, um ihnen die Teilhabe am städtischem Leben zu ermöglichen.




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