Archiv der Kategorie 'Demonstrationen'

Sa. 5.10.2013: Demonstration „Schöner leben ohne Nazis“ in Mettmann

Am Samstag, den 5. Oktober 2013, möchten wir in Mettmann unter dem Motto „Schöner leben ohne Nazis“ mit einer Demonstration ein Zeichen gegen Rechts setzen. Mit einem breit aufgestellten und bunten Protest, möchten wir zeigen, dass auch Mettmann keinen Platz für Neonazis und rechtes Gedankengut hat.

In den letzten Jahren haben Aktivitäten der extremen Rechten in der Kreisstadt stark zugenommen. Mindestens seit dem Jahr 2009 haben mehrmals Veranstaltungen der militanten Neonazi-Szene in der Gaststätte “Lounge Deluxe” in Mettmann stattgefunden. Somit hat sich die Neanderthal-Stadt zu einem wichtigen Treffpunkt von Neonazis aus ganz Nordrhein-Westfalen entwickelt.

Dies hat zur Folge, dass sich sowohl extrem rechte Parteien, wie die „NPD“ oder die neu gegründete Neonazi-Partei „Die Rechte“, als auch militante Neonazis aus Kameradschaften vernetzen können. Dort planen und organisieren Neonazis ihre rechtsgesinnten und menschenverachtenden Aktivitäten. So gab es einen Aufruf zur Unterstützung inhaftierter Rechtsradikaler, die teilweise dem Umfeld des nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) nahestehen. Außerdem kam es zuletzt am 23. März 2013 zu gewalttätigen Übergriffen von Neonazis am Bahnhof Mettmann-Zentrum, bei dem Besucher/innen des Festivals gegen Rassismus zum Teil erheblich verletzt wurden.

Auch der Rat der Stadt Mettmann hat in seiner im Dezember 2011 verfassten Resolution die Gefahr erkannt und ruft dazu auf, „sich an friedlichen Protesten und Aktivitäten gegen das Auftreten von Rechtsextremisten und Neonazis in der Stadt Mettmann zu beteiligen.“

Mettmann ist eine weltoffene und tolerante Stadt. Wir wollen keinerlei Freiräume für Neonazis zulassen. Wir wollen, dass sich alle Menschen – gleich welcher Herkunft, Religion oder Nationalität – in Mettmann wohl fühlen und frei und unbehelligt leben, lernen und arbeiten können.

Samstag, 5. Oktober 2013 – 12 Uhr Mettmann Zentrum S
Schöner leben ohne Nazis!

Auch 20 Jahre nach dem Brandanschlag von Solingen: Das Problem heisst Rassismus!

Am 29. Mai 1993 starben in Solingen 5 Mitglieder der Familie Genç bei einem Brandanschlag. Beinahe zeitgleich wurde durch die sogenannte Drittstaatenregelung das Grundrecht auf Asyl in Deutschland faktisch abgeschafft. Beide Ereignisse jähren sich jetzt zum 20. Mal.

25.05. bundesweite Demonstration – 13h Solingen Südpark (Bf Mitte)

29.05. Kundgebung mit anschliessender Gedenkdemonstration zum Ort des Brandanschlages – 19h Rathausplatz

weitere Infos unter: solingen93.org

Am 29. Mai 1993 verübten vier junge Männer einen Brandanschlag auf das Haus der Familie Genç. Gürsün Ince, Hatice Genç, Gülüstan Öztürk, Hülya Genç und Saime Genç starben in den Flammen bzw. beim Sprung aus dem Fenster, weitere Familienmitglieder wurden teilweise schwer verletzt. Drei Tage zuvor hatte der Deutsche Bundestag mit der Einführung der sogenannten Drittstaatenregelung das Grundrecht auf Asyl in Deutschland faktisch abgeschafft. Beide Ereignisse jähren sich im Mai 2013 zum 20. Mal. (mehr…)

Gedenkrundgang am 27.1.2013 in Wuppertal zum Holocaust-Gedenktag – 68. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

27. Januar 2013
Treffpunkt: 15:00 Uhr am Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Platz der Republik

Wir rufen auch dieses Jahr dazu auf, öffentlich an die ermordeten Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Kranken und Alten, Widerstandskämpfer*innen, Zwangsarbeiter*innen, Homosexuellen und an andere NS-Opfer zu erinnern.

Wir werden dieses Jahr den Ostersbaum erkunden, um an die widerständige Tradition dieses Arbeiter*innenviertels und an das (zerstörte) jüdische Leben in diesem Quartier zu erinnern. An einzelnen Stationen werden wir die weitgehend unbekannten NS-Opfer aus diesem Stadtteil ehren.

Nichts und Niemand ist vergessen!

P.S.: Kommt bitte in Gruppen, damit die Nazis keine Chance zu Übergriffen haben.
Interessant wird auch sein, ob die als Treffpunkte der Wuppertaler Nazis bekannten Wohnungen von Ricarda Kleist (Platz der Republik 27) und Christian Koppelmann (Deweerthstrasse 15) wieder als Rückzugsorte für Nazi-Provokationen dienen werden.



kostenloser Counter